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Mirjam

Talker

  • »Mirjam« ist weiblich
  • »Mirjam« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 61

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1

Samstag, 29. Juni 2013, 08:26

Was ist eigentlich "Gemeinschaft"?

Guten Morgen zusammen :)

Über diese Frage denke ich schon sehr lange nach, in allen möglichen Variationen, die mir so einfallen. Und ich habe festgestellt, dass Menschen da ganz unterschiedlich denken und empfinden.

Der eine fühlt sich schon wohl, wenn er sich (alleine) in eine Eisdiele setzt, die Menschen um sich her beobachtet, sein Eis löffelt und die Sonne geniesst. Ihm reicht es völlig aus, dass Menschen um ihn herum sitzen. Obwohl er mit niemandem spricht, fühlt er sich "in Gemeinschaft".
Ein anderer ist tagtäglich mit Menschen zusammen, Familie, Berufsleben, Verein, Gemeinde etc., und fühlt sich doch "unter tausenden allein". Ihm fehlt "Gemeinschaft".

Nun wird der 1. den 2. kaum verstehen und sagen: "Was willst Du denn noch mehr? Du hast doch Gemeinschaft."
Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass dem 2. etwas fehlt.
Nur was?
Was ist Gemeinschaft?
Wann und mit wem kann ich Gemeinschaft haben?

Wie denkt ihr darüber?
Was ist für euch Gemeinschaft?
Was sind das für Menschen, mit denen ihr Gemeinschaft habt?

LG und einen schönen Samstag - Mirjam
Fürwahr, ich bin unvernünftiger als irgend einer, und Menschenverstand habe ich nicht. Und Weisheit habe ich nicht gelernt, daß ich Erkenntnis des Heiligen besäße. (Sprüche 30, 2+3) :yes:

Andy

Cafe Talker

  • »Andy« ist männlich

Beiträge: 423

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2

Samstag, 29. Juni 2013, 09:22

Hallo Miriam,


nehmen mal dieses Forum. Ich habe mit den Leuten hier Gemeinschaft. Denn ich habe mit allen hier was „Gemeinsam“ Wir denken ähnlich, wir glauben das selbe, wir wollen das gleiche. Ich kann also sagen dass ich mir allen hier eine Gemeinschaft habe. Aber im Gebet habe ich mit Jesus eine andere Gemeinschaft. Nämlich eine persönliche geistliche in der ich ein dankbarer und bittender bin. Einer der Jesus vollquatschen kann ohne das er aus dem Ohr blutet. Oder in der Gemeinde, auch wenn dies die letzte Zeit ziemlich zu kurz kam, hab ich mit allen eine Gemeinschaft, weil wir alle an Jesus glauben. Und wenn ich in der Gemeinde sitze, egal ob bei den Adventisten oder im Wiesbaden in CZW, ich spüre dass sie alle den selben Geist haben. Dann fühle ich noch mehr Gemeinschaft mit denen, obwohl ich die meisten garnicht kenne. Aber ich –Wichtig-- fühle mich mit ihnen „Verbunden“


Mit jedem, mit dem ich mich zugehörig fühle oder mit dem ich was gemeinsam habe, fühle ich mich in Gemeinschaft.


Gruß

Andy
Bewahre dein Herz, denn daraus quillt das Leben :79

Ket

Super Talker

Beiträge: 5 649

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3

Samstag, 29. Juni 2013, 09:42

Was ist eigentlich Gemeinschaft??? Ich muß da gerade an die Flutopfer denken, viele waren alleine und haben dann Gemeinschaft erlebt. Da fallen mit auch gerade so Sprüche ein wie: Geimeinsam schaffen wir das, oder geimeinsam sind wir Stark. Du hast schön beschrieben das man auch unter vielen Menschen einsam sein kann. Mit meiner Ehe bin ich auch eine Gemeinschaft eingegangen, trotzdem gab es sicherlich auch Zeiten in denen ich mich alleine fühlte, so auch in meiner Beziehung mit Jesus. ......... :eissnicht:

4

Samstag, 29. Juni 2013, 10:33

Schönes Thema! Ich kann mich eigentlich allem anschließen, was meine Vor-Schreiber :lieblaechel: dazu gesagt haben.

Gemeinschaft hat für mich unterschiedliche Tiefen. Ich finde mich in allem wieder, was ihr geschrieben habt: Manchmal, selten, weil einfach die Zeit fehlt, genieße ich beim Shoppen das Sitzen in einem Cafe mit den unterschiedlichsten Menschen um mich rum, lese, trinke Kaffee, guck mich um.

Klar, Gemeinschaft mit meinem Mann - mal mehr, mal weniger, was die äußeren Dinge betrifft, aber natürlich eine innere Verbindung, die das Äußere trägt.

Mit einigen Menschen in meinem Umfeld habe ich eine tiefere Gemeinschaft, die über das bloß äußerlich Verbindende hinausgeht: Da kommt dann Akzeptanz ins Spiel, Mögen, sich Wohlfühlen mit dem anderen, weil man so sein kann, wie man grad ist. Da geht dann Gemeinschaft in Freundschaft über.

Gemeinschaft habe ich auch mit Menschen in Foren, wobei sich das bei mir im Laufe der Jahre sehr reduziert hat. Wir teilen Grundüberzeugungen in Bezug auf den Glauben oder auch einfach Zeit, die wir durch Nachdenken über ein Thema gemeinsam gestalten. Dabei bilden sich auch unterschiedliche "Füllungen" des Begriffs Gemeinschaft heraus.

Gemeinschaft habe ich auch mit meinen Kollegen - mit den einen mehr, mit anderen weniger. Wir teilen die Rahmenbedingungen, aber innerhalb dieser haben wir eine Menge Gestaltungsspielraum. Ich merke, je älter ich werde, umso wertvoller ist mir das Verbindende und nicht das Sich-voneinander-Absetzen oder auch konkurrenzhafte Abgrenzen, wie ich das bei meinen jüngeren Kollegen beobachte. Das kann damit zu tun haben, dass ich generell ein harmoniebedürftiger Mensch bin, was sich offensichtlich bei mir im Alter verstärkt. :verlegen:

Gemeinschaft ist für mich wie eine plastische Masse: Man kann sie formen, man kann daraus etwas herstellen, was den Namen Gemeinschaft in einem tieferen Sinne "verdient". Das ist immer eine aufregende und auch irgendwie beglückende Erfahrung, wenn ich das Gemeinschaftliche in einer Beziehung herausarbeite, und zwar Gemeinschaftlichkeit, die über das hinausgeht, was Menschen verbindet, die gemeinsam an einer Kasse im Supermarkt anstehen... :lacher: Aber auch so was kann irgendwie "geformt" werden, habe ich festgestellt.

So weit erst mal. :sonni:
Dankbarkeit ist die Wachsamkeit der Seele gegen die Kräfte der Zerstörung. (Anonym)

linde

Profi Talker

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5

Samstag, 29. Juni 2013, 15:34

Den Begriff "Gemeinschaft haben" habe ich übrigens bisher nur in christlichen Kreisen gehört.
Woanders drückt man sich anders aus. Fällt mir immer wieder auf...

6

Samstag, 29. Juni 2013, 16:09

Stimmt. Sonst begegnet mir das Wort in Formulierungen wie z.B. "Wir sind eine richtige kleine/ eine echte Gemeinschaft (geworden)."
Dankbarkeit ist die Wachsamkeit der Seele gegen die Kräfte der Zerstörung. (Anonym)

Mirjam

Talker

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Beiträge: 61

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7

Samstag, 29. Juni 2013, 16:20

Hallo Andy,
wenn ich es richtig verstehe, was Du schreibst, ist Gemeinschaft für Dich etwas, was von Dir ausgeht, von dem, was Du denkst und fühlst.
So verstehe ich diese Worte

Aber ich –Wichtig-- fühle mich mit ihnen „Verbunden“
Mit jedem, mit dem ich mich zugehörig fühle oder mit dem ich was gemeinsam habe, fühle ich mich in Gemeinschaft.


Wie ist dass denn dann, wenn von Deiner Seite aus zwar alles o.k. ist, Du Dich also zugehörig fühlst, doch die anderen es anders sehen? Z.B. Deinen Glauben in Frage stellen oder Du Dinge tust, die für sie "nicht richtig" sind, für Dich aber völlig i.O.? Hast Du schon Gemeinschaft, wenn's von Deiner Seite aus stimmt? Oder ist Gemeinschaft etwas, was von Gegenseitigkeit abhängig ist?

Ich glaube auch an Jesus. Nach Deinen Worten müsstest Du Dich nun mit mir in Gemeinschaft fühlen. Ist das so?
Wenn nein, wie kommt das, wenn wir doch etwas gemeinsam haben?
Wenn ja, was ist anders als bei einem fremden Menschen, von dem Du gar nicht weisst, was er/sie glaubt?

Ich hoffe, Du fühlst Dich von meinen Fragen nicht angegriffen.
Ich versuche nur zu erfassen, was Du unter Gemeinschaft verstehst.

Du hast schön beschrieben das man auch unter vielen Menschen einsam sein kann


Ja Ket, ich finde auch, dass das schön beschrieben ist *grins*
Das kann ich so sagen, weil es eigentlich gar nicht meine Worte sind.
Als ich Kind war sangen wir in der Jungschar ein Lied, von dem ich heute nur noch Auszüge weiss.
Es beginnt mit den Worten: "Ich zieh' durch die Strassen der grossen Stadt...", dann folgt eine Aufzählung davon, von wievielen Menschen "ich" umgeben bin und was sie alles tun. Jede Strophe endet mit der Aussage: "Ich bin unter tausenden allein." In der letzten Strophe geht es dann um eine Einladung, zu Jesus zu kommen und sie endet mit: "Mit ihm bist du dann nie mehr allein".
Dieses Lied drückte damals aus, wie ich mich fühlte. Ich habe es gerne und laut mitgeschmettert, es war wohl auch mit ein Grund, warum ich mich "bekehrt" habe mit 9 Jahren. Ich wollte nie mehr allein sein. Aus diesem Lied stammt also die schöne Formulierung :)
Doch bestätigen kann ich eher Deine Aussage

trotzdem gab es sicherlich auch Zeiten in denen ich mich alleine fühlte, so auch in meiner Beziehung mit Jesus. ......... :eissnicht:


als die Aussage des Liedes.
Doch diese Tatsache ist es u.a., was mich über die Frage nachdenken lässt, was Gemeinschaft eigentlich ist.
Heisst Gemeinschaft haben: nie mehr allein zu sein?
Umkehr: Wenn ich alleine bin (oder mich alleine fühle), heisst das automatisch, dass ich keine Gemeinschaft habe (sowohl mit Menschen, in der Ehe, als auch mit Jesus)?

Malu Du schreibst:

Gemeinschaft hat für mich unterschiedliche Tiefen.

und
Mit einigen Menschen in meinem Umfeld habe ich eine tiefere Gemeinschaft, die über das bloß äußerlich Verbindende hinausgeht: Da kommt dann Akzeptanz ins Spiel, Mögen, sich Wohlfühlen mit dem anderen, weil man so sein kann, wie man grad ist. Da geht dann Gemeinschaft in Freundschaft über.


Verstehe ich das richtig, dass für Dich der Begriff "Freundschaft" mehr beinhaltet als der Begriff "Gemeinschaft"?
Würdest Du sagen, dass Gemeinschaft grundsätzlich etwas oberflächliches ist, dem man Tiefe erst geben muss?
Wie ist das mit den verschiedenen Situationen, die Du als Gemeinschaft empfindest (und aufzählst)? Könntest Du, ohne grossen Verlust zu empfinden, darauf verzichten?

Den Begriff "Gemeinschaft haben" habe ich übrigens bisher nur in christlichen Kreisen gehört.
Woanders drückt man sich anders aus.


Ja Linde, das kann sein.
Kommt vielleicht daher, weil es so oft in der Bibel steht :)
Und so wie es dort steht, in den Zusammenhängen, erscheint es mir, dass damit mehr gemeint ist als "nur" etwas gemeinsames zu tun oder gemeinsame Interressen zu haben, einem gemeinsamen Verein (oder Gemeinde) anzugehören etc..
Nur weiss ich noch nicht so recht, was damit gemeint ist.
Vielleicht bilde ich es mir ja auch nur ein.
Was verstehst Du denn unter dem Wort Gemeinschaft?
Fürwahr, ich bin unvernünftiger als irgend einer, und Menschenverstand habe ich nicht. Und Weisheit habe ich nicht gelernt, daß ich Erkenntnis des Heiligen besäße. (Sprüche 30, 2+3) :yes:

linde

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8

Samstag, 29. Juni 2013, 23:09

Liebe Mirjam,

ich hab leider nicht die Zeit, mich in das Thema reinzuknien. Deshalb nur kurz mein relativ spontaner Beitrag:

"Gemeinschaft" hat für mich zu tun mit "etwas teilen", aber auch "Teil sein von etwas", "teil haben an etwas", "anteilnehmen (gegenseitig)".
Ich sehe Gemeinschaft nicht als etwas Perfektes, wo jeder mit jedem einzelnen sozusagen in perfektem Einklang ist, sondern als etwas, das durchaus mit Schwächen und teils auch Konflikten behaftet ist. Und trotzdem ist es vor Gott gut.
Ehe ist ein gutes Beispiel für das, was ich meine.

Müde Grüße,
$%&/()=)(

Mirjam

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9

Sonntag, 30. Juni 2013, 00:15

Danke Linde für Deine spontanen Gedanken.
Ich hatte nicht vor, mit meinen Fragen jemanden in "Antwort-Stress" zu bringen.
Tut mir leid, wenn es so rüberkam.

Ich wünsche euch allen eine ruhige Nacht
http://www.youtube.com/watch?v=fEf2Ctd0Oms
Fürwahr, ich bin unvernünftiger als irgend einer, und Menschenverstand habe ich nicht. Und Weisheit habe ich nicht gelernt, daß ich Erkenntnis des Heiligen besäße. (Sprüche 30, 2+3) :yes:

10

Sonntag, 30. Juni 2013, 09:38

Malu Du schreibst:

Zitat von »Malu«

Gemeinschaft hat für mich unterschiedliche Tiefen.

und

Zitat von »Malu«

Mit einigen Menschen in meinem Umfeld habe ich eine tiefere Gemeinschaft, die über das bloß äußerlich Verbindende hinausgeht: Da kommt dann Akzeptanz ins Spiel, Mögen, sich Wohlfühlen mit dem anderen, weil man so sein kann, wie man grad ist. Da geht dann Gemeinschaft in Freundschaft über.

Verstehe ich das richtig, dass für Dich der Begriff "Freundschaft" mehr beinhaltet als der Begriff "Gemeinschaft"?
Würdest Du sagen, dass Gemeinschaft grundsätzlich etwas oberflächliches ist, dem man Tiefe erst geben muss?
Wie ist das mit den verschiedenen Situationen, die Du als Gemeinschaft empfindest (und aufzählst)? Könntest Du, ohne grossen Verlust zu empfinden, darauf verzichten?


Liebe Mirjam, eigentlich habe ich mir noch nie so richtig Gedanken darüber gemacht, sondern den Begriff Gemeinschaft einfach so gebraucht. Wenn ich Freundschaft sage, dann ist für mich damit eine tiefere Verbundenheit gemeint, ein sich selbstverständlich Angenommen-Fühlen, ohne das pausenlos hinterfragen und neu austarieren zu müssen.

Das heißt nicht, dass ich Gemeinschaft als nicht wertvoll empfinde oder als nur oberflächlich. Nimm zum Beispiel den Begriff Klassengemeinschaft. Da gibt es viel Verbindendes unter den Kindern, weil sie eben alle zu einer Klasse gehören, aber wie sie Gemeinschaft leben und erleben, kann individuell sehr unterschiedlich sein.

Dabei liegt darin aber auch ein gewisser Anspruch an den Einzelnen. Es ist eben nicht nur eine zufällige Ansammlung von Individuen, die sich aus der Zuteilung zu einer Klasse ergibt, sondern darin liegt auch die Verpflichtung, dass ich jeden Einzelnen respektiere, ihm helfe, wenn es nötig ist, dazu beitrage, dass sich keiner ausgeschlossen fühlt, und dass ich bereit bin, mit jedem zusammenzuarbeiten. Das verlangt jedem Arbeit und viel Bereitschaft ab.

Innerhalb dieses Rahmens können sich dann (beste) Freunde finden, denn nicht mit jedem innerhalb einer Gemeinschaft kann ich so was wie Herzensbeziehungen eingehen. Diese sind immer freiwillig.

Ich weiß nicht, ob dieses Beispiel sich auf anderen Formen von Gemeinschaft beziehen lässt. Wie tief man Gemeinschaft jeweils versteht (und lebt!), hängt m.E. auch davon ab, wie schnell ich in so einer Art "Freundschaftsmodus" sein kann oder ob ich eher zurückhaltender, vorsichtiger bin, vielleicht aufgrund von Veranlagung oder Vorerfahrungen.

Jede Art von Gemeinschaft, die ich schon erlebt habe, würde ich vermissen bzw. vermisse ich, wenn sie nicht mehr besteht. Das kann auch unterschiedlich tief gehen. Eine Freundschaft zu verlieren, kann einen richtigen Trauerprozess auslösen. Ich erlebe das leider gerade und weiß noch nicht so recht, wie ich damit umgehen soll.
Dankbarkeit ist die Wachsamkeit der Seele gegen die Kräfte der Zerstörung. (Anonym)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Malu« (30. Juni 2013, 09:43)


Ket

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11

Sonntag, 30. Juni 2013, 09:44

Zitat

Doch diese Tatsache ist es u.a., was mich über die Frage nachdenken lässt, was Gemeinschaft eigentlich ist.

Heisst Gemeinschaft haben: nie mehr allein zu sein?

Umkehr: Wenn ich alleine bin (oder mich alleine fühle), heisst das
automatisch, dass ich keine Gemeinschaft habe (sowohl mit Menschen, in
der Ehe, als auch mit Jesus)?
wenn ich so überlege was für (gemeinschaften) ich schon hatte...
es wäre schön wenn gemeinschaft bedeuten würde nie mehr allein zu sein.
gemeinschaft sind , für mich, viele kleine puzzelteilchen. wenn sie nicht zusammen passen ist man trotz gemeinschaft alleine.
gemeinschaft mit jesus. gruebli da denke ich das jesus wandelbarer ist als das lebewesen mensch. er macht passend was nicht passt.
soweit erst einmal.
die frage ist wirklich ein guter denkanstoß
was mir noch einfällt: wir müssen auch bereit sein uns auf gemeinschaft einzulassen, das sehe ich auch als einen teil der gemeinschaft an.

Mirjam

Talker

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12

Sonntag, 30. Juni 2013, 20:40

Ich sehe Gemeinschaft nicht als etwas Perfektes, wo jeder mit jedem einzelnen sozusagen in perfektem Einklang ist, sondern als etwas, das durchaus mit Schwächen und teils auch Konflikten behaftet ist.

Da bin ich ganz Deiner Meinung Linde.

Ein bekannter Prediger (ich glaube, es war Spurgeon) wurde einmal von einem Neubekehrten gefragt: "Lieber Pastor sage mir, wo finde ich die perfekte Gemeinde." Der Prediger antwortete ihm: "Die habe ich auch noch nicht gefunden. Doch wenn Du sie findest denke daran: spätestens wenn Du hineinkommst, ist sie nicht mehr perfekt."

Ich war noch recht jung, als ich dies irgendwo las oder hörte, doch es hat sich mir eingeprägt.
Ich wusste, dass das auf mich zutrifft :verlegen:

Liebe Mirjam, eigentlich habe ich mir noch nie so richtig Gedanken darüber gemacht, sondern den Begriff Gemeinschaft einfach so gebraucht.

*lächel*
Das geht mir in den letzten Jahren mit vielen Begriffen so. Und je mehr ich merke, wie unterschiedlich man über viele Begriffe denken kann, desto unsinniger finde ich so manchen Streit.

Ja Ket, wir haben alle nur Puzzleteilchen in der Hand, so seh ich das auch, aber nie alle. Für mich ist das auch ein Teil von Gemeinschaft: die Puzzleteilchen zusammenzutragen.

Doch die "Korinthergemeinden" sind weit verbreitet

Zitat

1. Kor 3,3 denn ihr seid noch fleischlich. Denn da Neid (o. Eifersucht) und Streit unter euch ist, seid ihr nicht fleischlich und wandelt nach Menschenweise?


Wenn ich mich selbst oder andere Geschwister mal wieder darin entdecke, bin ich immer wieder dankbar dafür, wie Paulus sie eingangs angeredet hat:

Zitat

1. Kor. 1,2+3 der Versammlung Gottes, die in Korinth ist, den Geheiligten in Christo Jesu, den berufenen Heiligen, samt allen, die an jedem Orte den Namen unseres Herrn Jesus Christus anrufen, sowohl ihres als unseres Herrn. Gnade euch und Friede von Gott, unserem Vater, und dem Herrn Jesus Christus!


Euch allen liebe Grüsse und erstmal danke für eure Antworten. Ich werde in den nächsten Tagen aufgrund eurer Gedanken mal darüber nachdenken, ob ich vielleicht 'Gemeinschaft' mit 'Freundschaft' verwechselt habe.
Mal ein bischen "Sonne" :86 :86 :86 :86 :86 aus meinem Garten an euch verteil, bis die richtige :sonni: wieder den Weg durch die Wolken schafft
:alletscuessi: - Mirjam

P.S.
Dir Malu wünsche ich, dass Jesus Dich sicher durch den Trauerprozess führt und alle Wunden heilt *liebdrück*
Fürwahr, ich bin unvernünftiger als irgend einer, und Menschenverstand habe ich nicht. Und Weisheit habe ich nicht gelernt, daß ich Erkenntnis des Heiligen besäße. (Sprüche 30, 2+3) :yes:

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Mirjam« (30. Juni 2013, 20:53) aus folgendem Grund: Nachsatz


13

Sonntag, 30. Juni 2013, 22:49

P.S.
Dir Malu wünsche ich, dass Jesus Dich sicher durch den Trauerprozess führt und alle Wunden heilt *liebdrück*


Danke, liebe Mirjam! Vielleicht schenkt Gott ja auch einen Neuanfang, wer weiß...
Dankbarkeit ist die Wachsamkeit der Seele gegen die Kräfte der Zerstörung. (Anonym)

Ket

Super Talker

Beiträge: 5 649

Registrierungsdatum: 12. April 2011

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14

Montag, 1. Juli 2013, 00:38

Zitat

Vielleicht schenkt Gott ja auch einen Neuanfang, wer weiß...
Das wünsche ich dir meine Grüne. p(/ZT.hgu

15

Montag, 1. Juli 2013, 05:59

Dankeschön... P78RI:;:N
Dankbarkeit ist die Wachsamkeit der Seele gegen die Kräfte der Zerstörung. (Anonym)

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